Kinderfahrrad – 5 Tipps, die Sie beim Kauf eines Kinderrads beachten sollten

Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang und streben nach eigenständiger Mobilität. Ein Kinderfahrrad erweist sich dann als perfekter Begleiter und fördert zudem die motorische Entwicklung der lieben Kleinen. Dass früher oder später der Kauf des ersten Kinderrades ansteht, liegt somit in der Natur der Sache.

Wer glaubt, man könne einfach das erstbeste Kinderfahrrad kaufen und dem Kind so eine Freude bereiten, täuscht sich allerdings gewaltig. Bei der Auswahl eines Kinderrades müssen einige Dinge beachtet werden. Zudem stellt sich zunächst die Frage, wie der Nachwuchs das Radfahren lernt. Hier erfahren Interessierte Wissenswertes rund um Kinder und das Radfahren.

So lernen Kinder das Radfahren

Kinder lieben es, sich im Freien zu bewegen, und haben dabei oftmals ein besonderes Faible für Fahrzeuge jeglicher Art. Ein Laufrad kann eine gute Anschaffung sein und schon einmal den Gleichgewichtssinn fördern, ohne das Kind koordinativ zu überfordern. Wenn die motorische Entwicklung es zulässt und auch der entsprechende Wunsch beim Kind besteht, kann das erste Fahrrad angeschafft werden.

Ein Kind, das zum ersten Mal auf dem Fahrrad sitzt, wird natürlich nicht direkt losfahren können. Das Radfahren erfordert viel Übung. Hier sind die Eltern als Unterstützer gefordert und müssen die richtigen Hilfestellungen geben. Langes Anschieben oder Stützräder sind in der Regel keine guten Maßnahmen. Stattdessen sollte man einen geeigneten Übungsplatz suchen, regelmäßig mit dem Kind üben, dieses immer wieder ermutigen und auch auf die richtige Sicherheitsausrüstung achten. Stürze lassen sich nicht vermeiden, aber mit einem guten Helm und zusätzlichen Schützern lassen sich Verletzungen vermeiden.

Eltern und Kinder brauchen beim Lernen des Radfahrens Geduld und Ausdauer. Wenn der Nachwuchs die ersten Meter selbständig schafft, gibt es oftmals kein Halten mehr. Das Kind tritt kräftig in die Pedale und lernt es auch schnell, Kurven und andere Herausforderungen zu meistern. Das Radfahren ist eine Errungenschaft, die das Kind stolz macht und es fortan begleiten wird.

5 Tipps für die richtige Auswahl von Kinderfahrrädern

Damit ein Kind das Radfahren lernen kann beziehungsweise gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, bedarf es des richtigen Kinderfahrrades. Bei der Auswahl haben Eltern allerdings die Qual der Wahl und sollten daher mit Bedacht vorgehen. Unabhängig von Fachgeschäften finden Interessierte im Folgenden fünf Tipps für den Kauf eines Kinderfahrrades. Anhand dieser Punkte fällt die Wahl deutlich leichter.

Wählen Sie die richtige Größe!

Zunächst ist es wichtig, dass das Kinderfahrrad die richtige Größe hat. Ist das Rad zu klein oder zu groß, kann der Nachwuchs es nicht richtig nutzen und wird somit keinen Spaß am Radfahren haben. Die Körpergröße des Kindes ist der maßgebende Faktor. Idealerweise können verschiedene Größen ausprobiert werden, um das richtige Rad zu finden. Grundsätzlich lauten die allgemeinen Empfehlungen aber folgendermaßen:

  • 12 Zoll: ab 95 cm Körpergröße
  • 14 Zoll: ab 100 cm Körpergröße
  • 16 Zoll: ab 105 cm Körpergröße
  • 18 Zoll: ab 115 cm Körpergröße
  • 20 Zoll: ab 120 cm Körpergröße
  • 24 Zoll: ab 130 cm Körpergröße

Achten Sie auf das Gewicht des Kinderfahrrades!

Damit Kinder gut mit ihrem eigenen Fahrrad umgehen können und eine angemessene Fahrdynamik erleben, darf das Gewicht des Rades nicht zu hoch sein. Je schwerer das Rad im Verhältnis zum Kind ist, desto schwerer fällt diesem das Handling.

Legen Sie großen Wert auf die Sicherheit!

Eine angemessene Sicherheitsausstattung ist bei Kinderfahrrädern das A und O. Es ist daher wichtig, dass auch ein Kinderfahrrad absolut verkehrssicher ist. Dazu braucht es Klingel, Scheinwerfer und gute Bremsen. Zudem sollte das Kind einen Helm tragen und gegebenenfalls in der ersten Zeit oder bei waghalsigen Manövern Schützer an den Knien, Händen und Ellbogen tragen.

Kaufen Sie ein stabiles Kinderrad!

Ein Kinderfahrrad muss einerseits verkehrssicher und andererseits sehr robust sein. Kinder lieben ihr Rad zwar heiß und innig, gehen aber nicht immer sorgsam damit um. Zudem kommt es häufig zu Stürzen. Das Fahrrad sollte das aushalten können und ein hohes Maß an Stabilität aufweisen.

Lassen Sie das Kind beim Fahrradkauf mitentscheiden!

Bei der Auswahl des richtigen Kinderrades achten Eltern auf die richtige Größe, Stabilität, Verkehrssicherheit und auch den Preis. Das Kind sollte allerdings nicht übergangen werden und ein Mitspracherecht haben. Dabei spielt vielfach vor allem die Optik eine große Rolle.

Wann ist ein neues Kinderrad notwendig?

Dass hin und wieder der Kauf eines neuen Kinderrades ansteht, liegt in der Natur der Sache. Oftmals fragen sich Eltern allerdings, wann es soweit ist. Grundsätzlich ist ein Defekt am Rad noch kein Grund, es auszutauschen. Nur wenn keine Reparatur möglich ist oder diese unwirtschaftlich erscheint, steht der Kauf eines neuen Kinderfahrrades an.

Weitaus häufiger wird aber ein neues Kinderfahrrad gekauft, weil das alte Rad zu klein geworden ist. Wenn trotz höchster Sitz- und Lenkereinstellung keine angemessene Sitzposition mehr möglich ist, bedarf es eines neuen Kinderfahrrades. Eltern sollten dies im Blick haben und sich gegebenenfalls beraten lassen.

Wo kann man Kinderfahrräder kaufen?

Dass die Auswahl des richtigen Kinderfahrrades eine große Herausforderung sein kann, zeigt sich immer wieder aufs Neue. Wenn dennoch die Anschaffung eines neuen Fahrrades für den Nachwuchs ansteht, stellt sich unter anderem auch die Frage, wo man Kinderräder kaufen kann. Grundsätzlich gibt es dafür die folgenden Optionen:

  • Fahrradhandel
  • Kaufhäuser
  • Online-Shops
  • Fahrradbörsen
  • Flohmärkte

Es gibt folglich verschiedene Möglichkeiten, an ein neues Kinderfahrrad zu kommen. Vielleicht werden Räder aber auch innerhalb der Familie oder des Freundeskreis weitergegeben, so dass ein Kauf nicht zwingend erforderlich ist.

Wie sinnvoll sind Stützräder am Kinderfahrrad?

Stützräder gehören zum klassischen Zubehör im Bereich der Kinderfahrräder. Durch diesen Anbau an den Hinterrädern kippt das Rad nicht so leicht, wodurch Stürze vermieden werden sollen. Nichtsdestotrotz erweisen sich Stützräder nicht als sinnvolle Ergänzung des Kinderrades. Der Gleichgewichtssinn wird nur durch das Fahren ohne Stützräder geschult. Um die motorische Entwicklung der lieben Kleinen optimal zu fördern, sollte daher in der Regel auf die Montage von Stützrädern verzichtet werden.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Kinderfahrräder sind für Eltern stets ein großes Thema. Durch ein eigenes Rad erlangt der Nachwuchs erstmals eigenständige Mobilität. Zudem ist das Radfahren gut für die motorische Entwicklung und bereitet außerdem viel Spaß. Wenn es um die Anschaffung eines Kinderrades geht, sollten Erwachsene auch den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen.

Denken Sie über den Kauf eines gebrauchten Kinderfahrrades nach!

Kinder wachsen zeitweise in einem rasanten Tempo und brauchen regelmäßig neue Kleidung. Zudem werden sie schnell zu groß für ihr altes Rad und brauchen ein neues Fahrrad. Häufig nutzen sie ein Fahrrad nur relativ kurze Zeit und brauchen dann ein größeres Modell. Dementsprechend kann es sich lohnen, nach einem guten gebrauchten Kinderrad Ausschau zu halten. Eltern können dabei bares Geld sparen und trotzdem hochwertige Räder für die lieben Kleinen anschaffen. Zudem ist die Weiterverwendung eines gebrauchten Fahrrades überaus nachhaltig und somit aus mehreren Gründen empfehlenswert.

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